Der European Law Moot Court ist ein alljährlich ausgetragener Verhandlungswettbewerb für junge Juristen im Bereich des europäischen Unionsrechts. Hauptverhandlungssprache ist Englisch. Grundkenntnisse im Französischen sind sehr wünschenswert, aber keine zwingende Voraussetzung für eine Teilnahme.

 

Die vierköpfigen Teams jeder Universität bearbeiten bis Mitte November jedes Jahres einen fiktiven europarechtlichen Fall. Die besten 48 Mannschaften von ungefähr 100 teilnehmenden Universitäten aus ganz Europa werden anschließend zu einem der im Februar stattfindenden vier Regionalfinale in einer europäischen Stadt eingeladen, wo die Studenten ihre jeweilige Position als Kläger- und Beklagtenvertreter sowie als Generalanwalt oder Kommissionsvertreter vor einer Richterbank verteidigen. Die Sieger der Regionalfinale werden zum Gesamteuropäischen Finale eingeladen und dürfen ihre Position vor den Richtern und Generalanwälten des EuGH in Luxemburg erneut ausfechten.

 

Bei der Vorbereitung des Schriftsatzes und der Erarbeitung der Plädoyers werden die Teams von Mitarbeitern des Lehrstuhls betreut. Teilnahmekosten werden von unseren Sponsoren übernommen.

 

Die Teilnehmer erhalten einen Nachweis einer Schlüsselqualifikation, einen Fremdsprachenschein und einen Seminarschein und können sich das Semester gleichzeitig nach § 22 Abs. 2 Nr. 5 JAPrO zur Verlängerung der Vorbereitungszeit für Freiversuch/verbesserungsfähigen Versuch anrechnen lassen. Selbstverständlich ist der Moot Court eine ideale Grundlage für die Vorbereitung auf die Prüfungen im Schwerpunktbereich 6. Im Vordergrund stehen jedoch ganz eindeutig die einmalige Erfahrung, in einem Moot Court Team mitzuarbeiten, und das gemeinsame Ziel, international ein möglichst gutes Ergebnis für die Universität Heidelberg zu erzielen!

 

Weitere Informationen zum Moot Court findest du in den hier veröffentlichten Erfahrungsberichten sowie auf http://www.europeanlawmootcourt.eu/.

Der Fall

 

Der diesjährige Fall dreht sich um Rechtsfragen im Kontext der Gemeinsamen Sicherheits-und Außenpolitik sowie des europäischen Vergabe- und Datenschutzrechts.

Das Verwaltungsgericht des fiktiven EU-Mitgliedsstaates Sloranien wendet sich gem. des Art. 267 AEUV an den EuGH, um drei Rechtsfragen zu klären, die sich im Verfahren zwischen dem Sloranischen Verteidigungsministerium und der fiktiven „Brick Up S.R.L.“, einer Gesellschaft aus dem fiktiven EU-Mitgliedsstaat Danubien, stellen.

Die Brick Up S.R.L. wendete sich vor dem Verwaltungsgericht gegen die direkte Vergabe eines Bauprojekts, welches aus Gründen der nationalen Sicherheit direkt an das Sloranische Unternehmen „Screen It Kft.“ vergeben wurde. Das Sloranische Verwaltungsgericht bittet den EuGH um Klärung, ob und in wie weit eine direkte Vergabe aus Gründen der nationalen Sicherheit zulässig ist.

Das Verteidigungsministerium entgegnet, dass Brick Up in jedem Fall für die Vergabe nicht in Frage kam, da ihr Geschäftsführer Elif Kurskov auf der Europäischen Sanktionsliste steht. Das Verwaltungsgericht erfragt, ob der Zugang zu den Vergabeverfahren für eine Gesellschaft in einem europäischen Mitgliedsland allein unter Verweis auf Sanktionen gegen ihren Geschäftsführer verweigert werden kann.

Schließlich wird erfragt, in wie weit europäische Sanktionen überhaupt als wirksam gelten können, die auf persönlichen Informationen gründen, die von einer Behörde eines Drittstaates im Kontext einer Bitte um Erlass von Sanktionen übermittelt wurden.

Das diesjährige Team

 

 

Lukas von Brasch studiert im 7. Fachsemester. Zudem konnte er in Frankreich und Italien Teile seines Studiums absolvieren. In seiner freien Zeit treibt er gerne Sport, kocht, tanzt und nimmt - so oft wie eben möglich - an MUN-Konferenzen teil.

 

Sadio Diakite studiert im 4. Fachsemester. Neben dem Studium engagiert sie sich bei Pro Bono Heidelberg - studentische Rechtsberatung e.V und ist Mitglied bei der studentischen Partei RCDS, für den sie ab diesem Semester im Studierendenrat (StuRa) sitzt. In ihrer Freizeit treibt sie Sport.

 

Kevin Haas studiert im 6. Fachsemester. Neben dem Studium engagiert er sich bei Pro Bono Heidelberg - studentische Rechtsberatung e.V. aktiv und wirkte an verschiedenen Projekten mit. Unter anderem an einem Forschungsprojekt zum EuGH. Am liebsten vertreibt er seine Zeit mit Sport und Reisen.

 

Anna Keussen studiert im 5. Fachsemester. Nach einer Teilnahme als Delegierte der NMUN Delegation 2017 bereitet sie nun, neben ihrer Teilnahme am ELMC, die Heidelberger Delegation auf NMUN 2018 vor und ist zugleich Vorstandsmitglied des Heidelberg Law NMUN e.V.

 

Anna Souhradova studiert im 5. Fachsemester. Neben dem Studium engagiert sie sich in der Redaktion der Studentischen Zeitschrift für Rechtswissenschaft (StudZR), wo sie seit Juni als Ressortleiterin tätig ist. In ihrer Freizeit widmet sie sich der Malerei und der Fotografie.

 

Die diesjährigen Betreuer

 

Der ELMC 2017/2018 wird von Lena Hornkohl und Tim Striebeck betreut.

Lena Hornkohl

Lena Hornkohl arbeitet schon seit ihrer Studienzeit am Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Handels-, Gesellschafts- und Wirtschaftsrecht, Europarecht und Rechtsvergleichung von Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Peter-Christian Müller-Graff und promoviert im Bereich des Kartellzivilrechts. Während ihres Studiums nahm sie selbst an mehreren kleineren Plädierwettbewerben teil. Zuletzt coachte sie die Delegation aus Heidelberg für NMUN New York.

 

Email: lena.hornkohl@igw.uni-heidelberg.de

 

 

Tim Striebeck

Tim Striebeck ist studentische Hilfskraft am Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Handels-, Gesellschafts- und Wirtschaftsrecht, Europarecht und Rechtsvergleichung. Er hat 2016/ 2017 selbst am Moot Court teilgenommen und betreut das Team der Universität Heidelberg dieses Jahr als Assistant Coach.

 

Email: tim.striebeck@igw.uni-heidelberg.de

 

 

Die Erfahrungen der letzten Jahre

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